Am letzten Tag steht noch der Versuch einer weiteren Hafenrundfahrt auf dem Programm. „Versuch“ deshalb, weil es ein bisschen unwahrscheinlich erscheint, das die Fahrt stattfindet. Neben den Rundfahrten auf dem Jadebusen mit der „Harle Kurier“ gibt es einen weiteren Anbieter, der mit einer Hamburger Hafenbarkasse Fahrten durch den Innenhafen verspricht. Allerdings ist wohl noch Winterpause. Etwas deutlicher hätte man das im Schaukasten an der Abfahrtstelle schon kenntlich machen können.

Es gibt daher noch einmal eine Teepause auf der Südstrandpromenade und um 13:30 Uhr geht es ab auf die Autobahn Richtung Süden. Die Fahrt verläuft problemlos und um 17:00 Uhr ist Köln wieder erreicht.

Noch ein paar Fotos:

Diverse Wasserstände und Deichhöhen sind hier am Parkplatz veranschaulicht

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Nun liegen Marine Schiffe nicht nur im Hafen, sondern fahren dann uns wann auch auf die See. Für die Marine Leute unter uns musste daher unser Kurztrip auch eine Hochseeschiffahrt enthalten. Was bot sich mehr an als eine Fahrt zur einzigen deutschen Hochseeinsel – Helgoland.

Ein vorweggenommenes Fazit aus meiner Sicht: Die Insel hat sich ja in jahrzehntelanger Arbeit einen Ruf als Hochburg der deutschen Butterfahrten erworben und entsprechend ein reichlich schlechtes Image, aber alles in allem war es ein ganz netter Ausflug. Dazu beigetragen hat natürlich auch das super Wetter mit strahlendem Sonnenschein den ganzen Tag lang.

Ausgangsort der Schiffstour ist Cuxhaven. Das ist nun ein leider paar Kilometer von Wilhelmshaven entfernt, genauer gesagt 120, und mit gut 1 1/2 Stunden Fahrzeit muss man rechnen. Um rechtzeitig zur Schiffsabfahrt da zu sein, brechen  wir entsprechend früh auf, das Frühstück im Hotel fällt aus und bereits um 7 Uhr sind wir unterwegs. Da einige noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen wollten, suchten wir noch nach einem Edeka Markt ausgerechnet im Hafengebiet in Cuxhaven. Letztendlich stellte sich der Markt als Phantom in Google Maps heraus. Wir brauchten daher 2 Stunden und um 9 Uhr sind wir auf dem Parkplatz direkt am Fährhafen in Cuxhaven.

Da liegt sie vor uns, die MS Helgoland, 2015 gebaut

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… zu Wasser und zu Lande

In Wilhelmshaven gibt es natürlich mehr Marine als nur das Museum, im Prinzip verdankt die Stadt ihre Existenz der Marine. 1869 wurde sie als preußischer Kriegshafen eingeweiht und auf den Namen Wilhelmshaven getauft.

Heute findet sich dort der größte deutsche Marinestützpunkt. Der ist jetzt natürlich nicht so einfach zu besichtigen, die Hafenrundfahrten mit der „Harle Kurier“ führen aber durch den Vorhafen an der vierten Einfahrt vor der Seeschleuse, dort liegen die großen Kriegsschiffe.

Eine Hafenrundfahrt stand daher auch auf dem Programm unserer Gruppe, gestern hatte es nicht mehr geklappt, die erste Abfahrt um 11 Uhr wollten wir heute nun nutzen.

Da die Schiffe gestern nachmittag bei schönstem Sonnenschein recht voll waren, waren wir äußerst pünktlich bereits Viertel nach 10 am Fahrkartenschalter und mussten erfahren, das wir die Ersten waren und das Schiff nur bei mindestens 20 Passagieren ablegt.

So viele (und noch ein paar mehr) trudelten dann aber doch noch ein und es ging los. Das Wetter war heute morgen wieder nicht so schön, bewölkt, eher kalt und ich glaube ein paar Regentropfen gab es auch:

Unterwegs: An der Kaiser Wilhelm Brücke blicken wir wieder auf das Hafenbecken des Marinemuseums  mit dem Zerstörer „Mölders“ im Marinemuseum

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Um diese Tour zu verstehen, muss man wissen, dass sich drei der Teilnehmer (Stephan, Jörg und Uwe) während ihrer Bundeswehrzeit bei der Marine kennengelernt hatten. Erinnerungen an diese schöne Zeit vor inzwischen mehr als dreissig Jahren standen auf der Reise häufig im Vordergrund. Wilhelmshaven war da ein geschickter Zielort, nicht nur, dass Einige hier zeitweise stationiert waren, auch findet sich hier das Marinemuseum mit einigen Schiffen, auf denen man damals Dienst geschoben hatte.

Freitag Mittag ging es los. Sechs Personen waren wir insgesamt, die wir auf zwei Autos aufgeteilt hatten, also sammelten Stephan und ich unseren Mitfahrer (Jörg) ein und dann ging es die Autobahn hoch immer nach Norden. Wir waren recht früh losgefahren und schafften es daher im Gegensatz zu den Anderen vor dem Regen herzufahren und waren recht schnell so gegen 17 Uhr in Wilhelmshaven an unserem Hotel, dem recht preisgünstigen B&B Hotel.

Als erstes die große Übersicht: Dies ist Wilhelmshaven, unser Hotel liegt in der (abgeschnittenen) Kurve zum Südstrand unten links. Die Touristen konzentrieren sich am Südstrand unten rechts an der Kaiser-Wilhelm-Brücke, dort findet man die Highlights wie Aquarium, Marine Museum usw.  Die Innenstadt liegt nördlich jenseits des Großen Hafens, der große grüne Fleck ist der Kurpark.

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Wie erwähnt, hatte ich mir für diesen Urlaub vorgenommen, mehr in den Dünen zu wandern, nicht direkt am Strand. Aber ab IJmuiden waren die Dünen nicht so gut zugänglich, wir hätten zunächst mit dem Bus fahren müssen. Und Busfahren in den Niederlanden ist zwar ganz einfach, aber nur wenn man eine OV-chipcard hat. Beim Fahrer gibt es nur ein sehr rudimentäres Fahrscheinsortiment zu recht hohen Preisen. Und eine OV-chipcard hatten wir nun nicht mehr, sie gelten nur fünf Jahre. Zum Jahresbeginn hatte man allerdings eine Neuerung eingeführt, auch mit Kreditkarten sollte Ein- und Auschecken möglich sein. Eine sehr gute Lösung für insbesondere ausländische Gelegenheitsnutzer, entfällt doch die Grundgebühr von 7,50 € und das lästige Aufladen. Erste Erfahrungen damit wollte ich aber besser an einem Bahnhof mit stationärer Check-in Säule machen, statt unter Zeitdruck beim Einsteigen an einer Unterwegshaltestelle in einen Bus. Der nächste Bahnhof ist nun in Zandvoort, und deswegen gab es eine Strandwanderung – zum Bahnhof in Zandvoort.

Das Ziel vor Augen. 10 Kilometer sind es von IJmuiden bis Zandvoort

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„Uns bewegen“ war eines der Ziele dieser Tage, und heute ging es damit ernsthaft los. Bislang waren wir fast immer nur am Strand entlanggelaufen, wenn auch durchaus größere Strecken, Zandvoort – IJmuiden und wieder zurück komplett durch Sand ist je nach Flut/Ebbe ganz schön kräftezehrend. Hinter dem Strand liegen jedoch einige Kilometer Dünenlandschaft, bevor dann die gößeren Orte kommen. Die Dünen sind großteils Nationalpark, zwischen IJmuiden und Zandvoort ist es der 38 qkm große Nationalpark Zuid Kennemerland. Wie wir allerdings feststelle mussten, ist es zu Fuß ab dem Strand in IJmuiden ein bisschen schwierig, in zentrale Teile vorzudringen, dazu muss man mit Bus, Rad oder dem PKW zu anderen Eingängen fahren.

Als Erstes gab es aber zunächst Frühstück. Fast alle Zutaten dafür, einschließlich einer Senseo Kaffeemaschine, hatten wir von zuhause mitgebracht, nur die Brötchen waren (relativ) frisch, sie waren von Albert Heijn vom Vorabend.

Irgendwann nach Neun ging es los, und wir sind zwar vorwiegend in den Dünen, aber nahe am Strand, Richtung Süden gelaufen.

Los geht es direkt am „Basecamp“, über das Gelände des Paviljoen Nova Zembla gehen wir zum Ufer des Kennemermeeres und weiter südwärts. Hier der 22 Meter hohe Kletterturm am Ufer am Pavillon

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Da wir uns gerade vier Tage freigeschaufelt haben soll es nicht allzu weit gehen, um nicht zu viel Zeit mit Fahren zu verbringen. Schnell fiel die Wahl auf die niederländische Nordseeküste, seit 2018 hatten wir es nicht mehr dorthin geschafft. Zandvoort, üblicherweise unser erstes Ziel für einen schnellen Urlaub dort, wurde es jedoch nicht, bei der Hotelsuche stieß ich auf das „Base Camp“ in IJmuiden, ein ‚Eco Resort‘,  in dem man in Tiny Houses nächtigen kann. Der ganze Hype um Tiny Houses hatte uns neugierig gemacht und es sah nach Abwechslung vom üblichen Hotelaufenthalt aus und wurde daher schnell gebucht.

Check-in dort ist ab 15 Uhr vorgesehen, unsere Planung war möglichst früh loszufahren und zunächst schon mal eine Strand- oder Dünenwanderung vor dem Einchecken zu machen. Es kam etwas anders, es ging schon auf 12 Uhr zu als wir endlich aufbrachen und die Strecke zog sich etwas mehr in die Länge als wir in Erinnerung hatten, es war daher 14 Uhr als wir ankamen und wir entschieden uns gleich das Resort abzuchecken.

Kunst im Basecamp gibt es auch, vorwiegend Objekte des Künstlerkollektivs Atelier van Lieshout Dieses Objekt/Gebäude namens ‚Domestikator‘ wurde häufig kontrovers diskutiert. Aus dieser Perpektive ist es nicht so gut erkennbar,  aber viele sehen darin eine menschliche Figur, die Sex mit einem Tier hat. Nach Ansicht des Künstlers Joep van Lieshout symbolisiert die Skulptur jedoch die Macht des Menschen über die Natur.

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Tja, 2023 entwickelt sich nicht so gut. Aus persönlichen und familiären Gründen sieht es so aus, als wären längere und größere Reisen unmöglich. Ein paar Auszeiten können wir uns allerdings gönnen.

In der ersten Jahreshälfte ging es dabei nach Norden, an die Nordseeküste. Als erstes  im April ein langes Wochenende in den Niederlanden. Nicht in unserem (irgendwie) Lieblingsort Zandvoort, sondern ein paar Kilometer weiter nördlich in IJmuiden. Das besondere war dabei die Übernachtung. Seit 2018 baut man dort an einem „Eco Resort“ mit inzwischen gut 30 Tiny Houses. Und da Tiny Houses seit einiger Zeit überall gehypt werden, waren wir etwas neugierig geworden und wollten wir diesen Übernachtungsstil mal ausprobieren. Es ist ja auf jeden Fall eine Abwechslung von den doch immer gleichen (mal etwas besseren, mal etwas schlechteren) Hotelzimmern.

Wir bleiben an der Nordsee, Im Mai ging für ein weiteres langes Wochenende wieder dahin, aber diesmal an die deutsche Nordseeküste. Wie es dazu kam ist eine fürchterlich lange Story, die im Prinzip Anfang 2020 begann, und damit niemand beim Lesen einschläft erzähle ich sie besser nicht. Jedenfalls waren wir hier nicht alleine, insgesamt waren wir mit sechs Personen unterwegs, zum Teil Freunde Stephans aus seiner Bundeswehrzeit bei der Marine, und darum ging es dann auch im Wesentlichen bei dieser Fahrt.

Und, gibt‘s noch mehr Urlaub dieses Jahr?

Ja klar doch. Zwei Wochen hatten wir Ende Juli/Anfang August. Was daraus geworden ist? Zwei Tage Zwischenstopp in der Mitte Deutschlands, auf dem Weg von Köln nach Böblingen in Kassel und dann noch ein paar Ausflüge ab Böblingen. Das Ganze läuft unter dem Titel „Wallenstein“. Um die deutsche Geschichte (den Feldherrn des 30jährigen Krieges) oder hohe Literatur (u.a. Schillers Trilogie über ihn) geht es hier nicht, gemeint ist der kleine Ort im Knüllwald südlich Kassel, der früher mal (als man in Pensionen, deren Zimmer mit „fl. k. W.“ angepriesen wurden, übernachtete) eine Hochburg des Kleinbürgertourismus war.

Das „r“ hat die Jahrzehnte nicht überlebt – sowas kaufte man damals als Souvenir.

Wie komm ich ausgerechnet auf dieses Kaff? Es könnte sein, das dort noch Verwandte von mir leben. Der Kontakt ist jedenfalls bereits vor Jahrzehnten abgebrochen. Aber aus der Kindheit ist mir in Erinnerung, das meine Großmutter jedes Jahr im Sommer mehrere Monate dorthin verschwand, um bei der Bewirtung der Urlaubsgästen zu helfen. Und noch früher war meine Mutter während des Krieges zeitweise dort und erzählt noch immer davon. Auch ich wurde wohl in den 60er Jahren dorthin mitgenommen, an die größte Attraktion des Ortes, das Freibad, kann ich mich noch erinnern. Die Autobahn führt nun ziemlich nahe am Ort vorbei, und auf einer Fahrt von Stuttgart nach Hannover kam mir an der Ausfahrt Homberg/Efze die Idee „Hier müsste ich mal vorbeischauen, vielleicht erkenne ich irgendwas wieder“. Und das haben ich und Stephan nun umgesetzt.

Tja, und (etwas) größeren Urlaub gab es dann doch noch im Oktober. Eine Woche Urlaub konnten wir uns freimachen, aber wirklich nur knapp. Mach einer Vereinsveranstaltung am Samstag sollte es Sonntag morgens früh losgehen bis zum folgenden Samstag, denn am Sonntag drauf  stand für Stephan schon wieder eine Dienstreise an.  Da wir noch die Reste des Sommers genießen wollten, geht es nicht nach Norden, sondern in die entgegengesetzte Richtung. Bis zum Mittelmeer sind wir aber nicht gekommen, kurz vorher, im Tessin bzw. in Mailand, war Schluss. Übernachtet haben wir, wie im letzten Jahr, im ‚Hotel und Lounge Lago Maggiore‘ in Locarno.