2005 gab es für Stephan und mich unseren ersten gemeinsamen USA Urlaub. Aufgrund der Jahreszeit – Ende November – kam natürlich nur Florida in Frage, mit immer noch angenehmen Temperaturen. Da es Stephans erster Aufenthalt in den USA und Florida war, machten wir eine Rundreise „quer durchs Land“ mit diversen Stationen von Nord bis Süd.

Wir starteten von Düsseldorf aus mit LTU nach Fort Myers. Dort hatten wir die ersten Tage ein Strandhotel direkt am Golf von Mexiko reserviert.  Ausflüge führten uns nach St. Petersburg und in den westlichen Teil der Everglades, den „Ten Thousand Islands“. Faulenzen am Hotel und dem direkt davor liegenden Strand gehörten natürlich auch zum Programm.

Sonnenaufgang in Ft. Myers Beach

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Nach drei Tagen hiess es Abschied nehmen von Fort Myers Beach und der Westküste Floridas, heute sollte es quer durchs Land gehen nach St. Augustine an der Atlantikküste. Orlando liegt dabei mitten auf dem Weg, also wollte ich Stephan mal diese Art „ur-amerikanischem Tourismus“ zeigen. Also fuhren wir munter den Wegweisern zu Disney nach, viel sehen konnte man aber nicht, und irgendwann war es zu spät – die Kassenhäuschen von Disneys Parkplätzen ragten vor uns auf. Na ja, die 9 Dollar haben uns jetzt nicht arm gemacht.

Wir sind dann ausgestiegen und haben uns umgesehen. In einen der Parks hineingehen war natürlich nicht möglich, maximal wäre ein Aufenthalt von 2 Stunden möglich gewesen, und dafür sind die Eintrittspreise dann doch ein bisschen hoch. Wie wir aber schnell feststellten, ist das „Ticket- and Transportation Center“ jetzt kein besonders gemütlicher Ort für einen auch nur kurzfristigen Aufenthalt, alles ist darauf ausgerichtet das man möglichst schnell in einen der Parks kommt. Zum Glück gab es einen Fußweg zu einem nahegelegenen Resort von Disney – dem Polynesian Village Resort. Es ist eines von mehreren Resorts um die zentrale „Seven Seas Lagoon“, an der auch das Magic Kingdom liegt. Dort konnte man sich in Ruhe umsehen, ohne gleich unangenehm aufzufallen. Das Resort sieht ganz gut aus, wie ein Check anlässlich des Urlaubs 2009 oder 2010 ergab, gehört es zu Disneys luxuriöseren Resorts und ist praktisch unbezahlbar.

Das futuristisch aussehende „Contemporary Resort“ von Disney
Mit solchen Booten im Mississippi-Steamer Look kann man über den See zum Magic Kingdom fahren
Und ganz in der Ferne konnten wir Cinderella Castle, den Mittelpunkt des Magic Kingdom, erkennen
Ein weiteres Disney Resort, das Grand Floridian Resort

Tja, soviel sieht man von Disney für 10 Dollar. Ich glaube nicht, das wir uns eine ganze Stunde dort aufgehalten haben. Jedenfalls machten wir uns auf zum zweiten Teil der Fahrt. Durch den Ocala National Forest ging es nach Palatka und dann zur Küste nach St. Augustine.

Wie man auf den Fotos von Disney schon sieht, hingen schwere Wolken über der Landschaft, und bereits auf dem Rückweg zum Auto fielen die ersten Tropfen. Das sollte sich zu einem ergiebigen und langanhaltenden Wolkenbruch entwickeln, praktisch während der ganzen Fahrt regnete es sehr heftig. Zwischendurch hatten wir noch eine Pause bei einem Taco Bell, und kamen dann am frühen Abend an unserem Hotel, einem Comfort Inn im nördlich Downtown gelegenen Vilano Beach an.

Aufgrund des Wetters unternahmen wir nicht mehr viel, Abendessen gab es bei einem Denny’s in der Nähe des Hotels.

Am Samstag (26.) ist nicht viel passiert. Wir blieben zunächst am Strand in Ft. Myers Beach und erkundeten die Umgebung und den Strand.

Nachmittags machten wir uns noch zum Shopping auf in die Edison Mall. Die fanden wir ziemlich klein und gekauft haben wir daher auch nichts.

Das Abendessen hat 22,50 Dollar gekostet, mehr geben Spreadsheet und Gedächtnis nicht her.

Vorzuzeigen gibt es nur ein paar Handyfotos. Während heutzutage ein Iphone schon fast einer Spiegelreflexkamere Konkurrenz machen kann, war die Technik vor 15 Jahren noch lange nicht soweit. Neben der eher mageren Auflösung wirken die Farben nicht sonderlich echt.

Am Strand am Nordende der Insel (Bowditch Point Park)

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Am anderen Morgen gab es erstmal Frühstück. Während es früher in amerikanischen Hotels in der Regel nichts zu essen gab und man glücklich war, morgens an der Rezeption einen Kaffeeautomaten vorzufinden, änderte sich dies langsam ab Ende der 90er Jahre. Auch hier im Best Western gab es ein kontinentales Frühstück. Dabei gab es noch keinen Frühstücksraum, an der Rezeption war ein Buffet aufgebaut und man konnte seine Sachen mit aufs Zimmer nehmen. Als ich mit dem Pappkarton voll mit Kaffee, Orangensaft und den üblichen süssen Gebäckstücken („Danish Pastrys“) zurück kam, schaute mich Stephan ganz entsetzt an: „Das ist alles!?“. Tja, da hatten wir den ersten Kulturschock des Urlaubs. Inzwischen ist das Frühstück in amerikanischen Hotels besser geworden, auf Brötchen mit Wurst und Käse muss er aber immer noch verzichten.

Für den Tag hatten wir uns für einen Ausflug in die Everglades entschieden, den östlichen Bereich am Golf von Mexiko, der „Ten Thousand Islands“ genannt wird. Hin fuhren wir in Küstennähe und drehten noch eine Runde über Marco Island, um dann über den Tamiami Trail nach Everglades City zum dortigen Visitor Center zu fahren.

Im August war der verheerende Hurricane Katrina über Südflorida hinweggezogen.  Entsprechend sah es aus,  gerade mal drei Monate später waren überall noch Schäden offensichtlich. Am Visitor Center angekommen entschieden wir uns für eine Bootsfahrt durch die Inselwelt.

Und jetzt die Fotos:

Die Marina am Visitor Center. Hier begann die Bootsfahrt

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Nachdem wir zunächst Lufthansa fliegen wollten, haben wir uns letzendlich (des Preises wegen)  für LTU entschieden, als Zielflughafen kam dann Fort Myers heraus. Dafür konnten wir in Düsseldorf starten und mussten nicht über Frankfurt. Der Flug ging für mich nur quälend langsam voran; sonderlich bequem war es sowieso nicht, und ich hatte mir einige Tage vorher noch eine Erkältung eingefangen, die es nicht besser machte. Mit dem Ende des Fluges war aber auch die Erkältung vorbei…

Blick aus dem Fenster beim Zurücksetzen in Düsseldorf

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