Heute am Samstag gibt es ein etwas gegensätzliches Programm. Für den Vormittag hatte ich mich für einen Besuch im Peréz Art Museum entschieden. Das ist ein Museum für zeitgenössische Kunst, es geht auf das Center of the Fine Arts im Miami-Dade Cultural Center an der West Flagler Street zurück. 2014 bezog es einen Neubau am Nordende des Bicentennial Parks kurz vor dem MacArthur Causeway. Schwerpunkte der Sammlungen sind Kunst des 20. Jahrhunderts und zeitgenössische Kunst aus Nord- und Südamerika, Westeuropa und Afrika.

Etwas nördlich von Downtown gelegen, ist es problemlos mit dem Metromover erreichbar. Vor der Fahrt zum Museum brauchten wir zunächst mal ein paar Dollar, unsere vom letzten Urlaub übriggebliebenen Bargeldvorräte waren ziemlich aufgebraucht. Auf Google Maps fand sich die Chase Bank nahe des Brickel City Centre. Bei der Gelegenheit entstand dann das erste Fotos des Tages:

Das Brickel City Centre mit dem East Tower von der SW 8th Street aus

Danach ging es endlich zur Bahnstation, und kurze Zeit später kamen wir problemlos an der Musem Park Station an. Von dort ist es noch ein kurzer Fußweg, dabei kommen wir am „Frost Museum of Science“ vorbei, es geht auf das 1949 eröffnete „Junior Museum of Miami“ zurück. 2017 wurde das neueste Domizil hier eröffnet.

Stephan auf dem Platz zwischen den beiden Museen, hinter ihm das  Frost Museum of Science.

Ich bin nicht der größte Kunstliebhaber, aber das Peréz Museum of Art hat mir sehr gut gefallen. Auch architektonisch ist es außergewöhnlich.

Wie üblich mag das Museum Fotografieren (und insbesondere Veröffentlichen von Aufnahmen aus dem Museum) nicht, damit machen wir hier „fast forward“ ans Ende des Besuchs. Nach dem gemütlichen Rundgang durchs Museum schauten wir uns noch im Shop um und holten uns dann in Café einen Kaffee und machten es uns auf der Terrasse gemütlich.

Es sieht sehr gemütlich auf, leider ist die Lärmbelastung durch den Autoverkehr auf dem MacArthur Causeway sehr hoch: Terrasse des Peréz Art Museum.
Direct an der Biscayne Bay gelegen, haben wir einen Blick auf den Hafen. Samstag Morgen liegen eine Reihe Kreuzfahrtschiffe am Kai.

Ein bisschen Kunst gibt es jetzt doch. Im Park steht die Statue „Looking into My Dreams, Awilda“. Sie stammt von Jaume Plensa und wurde 2012 geschaffen. Zunächst stand sie in Rio de Janeiro, 2014-2015 in Chicago und ist seit 2016 in Miami.

„Looking Into My Dreams, Awilda“
Auf dem Weg zurück durch den Park sehen wir jenseits eines alten Hafenbeckens die American Airlines Arena.
Wie auf der Hinfahrt ist Umsteigen angesagt zwischen „Omni Loop“ und „Brickel Loop“ des Metromovers. Daher hier ein letztes Foto vom Böhnchen beim Verlassen der Third Street Station vor der Kulisse von Downtown Miami und Brickel.

Am Hotel angekommen machen wir nur eine kurze Pause, schnappen uns unsere Sachen und machen uns auf den Weg nach Miami Beach. Strand und Ocean Road stehen am Nachmittag auf dem Programm. Um nach South Beach zu kommen brauchen wir leider den Bus, daher kaufen wir wieder eine Tageskarte und nehmen die Metrorail eine Station weit zum Government Center. Kaum das wir die Haltestelle gefunden haben, kommt auch schon ein Bus der Linie M. Er fährt nahe am vormittags besuchten Museum vorbei und dann über den MacArthur Causeway nach South Beach. In South Beach angekommen, biegt er sofort nach Norden ab und fährt die Alton Road entlang, wir steigen daher aus und laufen die 5th Street weiter Richtung Strand.

Ladenzeile auf der 5th Street in Miami Beach
„Estefan Enterprises“ von Emilio und Gloria Estefan finden sich in diesem Gebäude an der Ecke Jefferson Street/5th Street
Auch in diesem Gebäude an der Ecke Washington Street/5th Street geht es um Musik, darin befinden sich Büros der Universal Music Publishing Group

 

Eine der „Back Alleys“ zwischen den Straßen

Und dann sind wir am Strand und schauen uns ein bisschen um

Am Strand angekommen in Höhe der 5th Street
Life Safe Station
Samstag Nachmittag bei schönem Wetter war der Strand gut besucht

Wir gehen zurück zum Ocean Drive, eigentlich wollte ich dort Art Deco Hotels fotografieren. Samstag nachmittags ist das nicht die beste Idee. Es ist fürchterlich voll, auf der Straße cruisen die Cabrios in Schrittgeschwindigkeit, meistens mit lauter Musik, die nur selten mein Geschmack ist.

So siehts aus, zu Fuß war man schneller wie die cruisenden Autos

Ein paar Fotos gibt es trotzdem:

Boulevard Hotel und Starlite Hotel
Beacon Hotel
Breakwater Hotel
Congress Hotel

Nach einer Pause bei Starbucks sind wir auf der Collins Avenue, hier stehen die großen Luxushotels

Royal Palm
Lowes
St. Moritz

Und mit diesem Foto einer Touristenfalle an der Ecke zur Lincoln Road Mall endet für heute dir fotographische Dokumentation:

Wir sind dann noch die Lincoln Road Mall entlanggelaufen, aber irgendwie war die Luft raus und wir ziemlich erschöpft. Nach gut der Hälfte der Strecke sind wir wieder umgekehrt.

An der Lincoln Road Mall erkennt man wohl auch schon die durch die schlechte Wirtschaftlage und das Online Shopping verursachten Probleme des amerikanischen Einzelhandels. Trotz der eigentlich hervorragenden Lage sind die Leerstände bei den Läden recht hoch.

Eigentlich stand ja „Kreuzfahrtschiffe gucken am South Pointe Park“ auf dem Programm, aber dazu und den damit verbundenen langen Wegen hatten wir überhaupt keine Lust mehr. Also haben wir, an der Collins Avenue angekommen, den nächsten Bus nach Downtown genommen und dann die Bahn zurück zum Hotel. In Brickel angekommen kaufen wir bei 7-Eleven Sandwiches und Obstsalat ein, heute gibt es zum Abendessen mal kalte Küche auf dem Hotelzimmer, im Riesenzimmer mit großem Schreibtisch überhaupt kein Problem. Leider waren die Sandwiches nicht besonders gut.

An der Hotelbar bzw. am Pool endet dann der letzte Abend in Miami.